Haply die „CODE LiFE Ventilator Challenge“ | MGH Foundation

Die Stiftung des Montreal General Hospital und das Forschungsinstitut des McGill University Health Center (RI-MUHC) haben in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der McGill-Universität das Team „ Haply “ aus Montreal als Gewinner der „CODE LiFE Ventilator Challenge“ bekannt gegeben.

Die „CODE LiFE Ventilator Challenge“ wurde Anfang 2020 offiziell als zweiwöchiger weltweiter Wettbewerb ins Leben gerufen, bei dem es darum ging, ein kostengünstiges, einfaches, benutzerfreundliches und leicht zu bauendes Beatmungsgerät für COVID-19-Patienten zu entwickeln.

Der Wettbewerb verzeichnete mehr als 2.600 Anmeldungen, die über 1.000 Teams aus 94 Ländern repräsentierten. Nach umfangreichen Tests und Bewertungen durch Experten aus den Bereichen Intensivmedizin, Atemtherapie, Medizintechnik und Beatmungsgeräteherstellung wurden drei Finalistenteams ausgewählt.

Unter den Finalisten wurde das Team „ Haply “ zum Gesamtsieger gekürt.

Die Jury entschied sich für das Design „ Haply “ aufgrund folgender Aspekte:

  • Einfachheit in Design und Bedienung

  • Niedrige Produktionskosten

  • Einfache Einarbeitung

  • Vielseitigkeit

  • Erwartete Robustheit und Zuverlässigkeit

Colin Gallacher, Mitbegründer von „ Haply Robotics“, bezeichnete diese Herausforderung als eine der lohnendsten Erfahrungen für das Unternehmen.

Er erklärte, dass das Team durch den ungleichen Zugang zu lebenswichtigen medizinischen Technologien wie Beatmungsgeräten zwischen Industrie- und Entwicklungsländern motiviert war – ein Problem, das während der COVID-19-Pandemie noch deutlicher zutage trat.

Gallacher dankte dem Organisationskomitee, Professor Reza Farivar, der Stiftung des Montreal General Hospital, dem RI-MUHC und der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der McGill-Universität für die Inszenierung einer so bedeutenden Initiative.

Dank der Unterstützung von Sponsoren wie der Scotiabank, MD Financial Management, der Canadian Medical Association, Agorize und mehreren privaten Spendern erhielt „ Haply “ den Restbetrag seines Preisgeldes in Höhe von 200.000 Dollar.

Glen Gowland, Leiter des Bereichs Global Wealth Management bei der Scotiabank, gratulierte dem Team „ Haply “ und zeigte sich zuversichtlich, dass das siegreiche Beatmungsgerät-Design sowohl in Kanada als auch international einen bedeutenden Beitrag leisten werde.

Jean-Guy Gourdeau, Präsident und Geschäftsführer der Stiftung des Montreal General Hospital, lobte die Zusammenarbeit zwischen Organisationen und Innovatoren, aus der ein praxistaugliches Beatmungsgerät hervorgegangen ist, das Leben retten kann.

Jim Nicell, Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der McGill University, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Ingenieurwesen, Medizin und Industrie. Er brachte zudem seinen Stolz auf das „ Haply “-Team zum Ausdruck und erklärte, er freue sich darauf, das Projekt bis in die letzten Phasen des Zulassungsverfahrens zu begleiten.

Nächste Schritte für Haply

Professor Reza Farivar gratulierte allen Teilnehmern und Finalisten und betonte dabei, dass die nächste Priorität darin bestehe, das Beatmungsgerät „ Haply “ den Millionen von Menschen weltweit zugänglich zu machen, die nach wie vor nur eingeschränkten Zugang zu Beatmungsgeräten haben.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Fakultät für Ingenieurwissenschaften der McGill-Universität die Initiative „Made for All“ ins Leben gerufen.

Die Initiative hat folgende Ziele:

  • Die behördliche Zulassung für das Beatmungsgerät einholen

  • Mit der Großserienfertigung beginnen

  • Die Herstellungskosten sollen unter 1.000 Dollar pro Stück bleiben

  • Beatmungsgeräte für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen zugänglich machen

Dank zusätzlicher Unterstützung durch die Montreal General Hospital Foundation und Joule konnten weitere 300.000 Dollar an Fördermitteln gesichert werden; zudem kamen neue Partner hinzu, die fachliche Unterstützung auf Pro-bono-Basis leisten.

Über das Forschungsinstitut des McGill University Health Centre (RI-MUHC)

Die Aufgabe des RI-MUHC besteht darin, innovative Forschungsergebnisse zu erzielen, die die patientenorientierte Medizin voranbringen. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf klinischer, Grundlagen- und Evaluationsforschung, um die Gesundheitsversorgung durch wissenschaftliche Erkenntnisse und Innovationen zu verbessern.

Über die Fakultät für Ingenieurwissenschaften der McGill-Universität

Die 1871 gegründete Fakultät für Ingenieurwissenschaften der McGill University zählt zu den weltweit führenden forschungsintensiven Ingenieurshochschulen.

Die Forscher des Instituts entwickeln Lösungen unter anderem in folgenden Bereichen:

  • Nachhaltigkeit

  • Fertigung

  • Gesundheitswesen

  • Informationstechnologie

  • Stadtplanung

  • Architektur

Die Fakultät fördert zudem Unternehmertum und Innovation im Rahmen der Initiative „McGill Engine “.

Über Haply

Haply Robotics ist ein 2018 gegründetes Unternehmen mit Sitz in Montreal.

Das Unternehmen vereint Ingenieure, Designer und Künstler, die sich der Entwicklung innovativer haptischer Technologien verschrieben haben.

Zu den Fachgebieten des Unternehmens gehören:

  • Haptik-Technologie

  • Elektrotechnik

  • Maschinenbau

  • Softwareentwicklung

  • Virtual Reality (VR)

  • Augmented Reality (AR)

  • Simulation in der medizinischen Ausbildung

Haply Das Unternehmen ist auf die Entwicklung haptischer Systeme spezialisiert, die Chirurgen und medizinischem Fachpersonal dabei helfen, mithilfe realistischer Virtual- und Augmented-Reality-Umgebungen zu trainieren, und gleichzeitig Ideen zügig in konkrete Produkte umsetzen.

Originalartikel: MGH Foundation.

Auszug

Das Design des „ Haply “ wurde unter Tausenden von Einsendungen aufgrund seiner Einfachheit in Design und Bedienung sowie der geringen Produktionskosten und des geringen Schulungsaufwands als das beste ausgewählt.

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Haply : Rapid Prototyping mit dem Fuse 1 | FormLabs

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