KI mit Tastsinn. Überwindung räumlicher Beschränkungen für Fernoperationen, Fabriksteuerung usw. [CES 2025]

Ultrapräzise „KI-Haptik-Technologie“ im Rampenlicht

Das GerätMinVerse eines kanadischen Unternehmens sorgt für Aufsehen

Überträgt taktile Signale beim Greifen virtueller Objekte

Unendliche Anwendungsmöglichkeiten in Medizin und Bildung

Koreanisches Unternehmen gewinnt Innovationspreis für die Entwicklung eines Haptik-Anzugs


Las Vegas = Reporter Kim Seong-hun [email protected]

Im Film „Minority Report“ gibt es eine Szene, in der der Schauspieler Tom Cruise einen Computerbildschirm in der Luft schweben lässt und ihn mit seinen speziell behandschuhten Händen bewegt. In „Avatar“ steuert der Protagonist, ein gewöhnlicher Mensch, einen bionischen Avatar aus der Ferne, während er alle Sinne in der Realität erlebt und mit der virtuellen Welt interagiert. Mit der Eröffnung der „Consumer Electronics Show (CES) 2025“, der weltweit größten Messe für Informationstechnologie (IT) und Haushaltsgeräte, wurden in der Ausstellungshalle des Venetian Hotels in Las Vegas, USA, wo gerade die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, zahlreiche Produkte präsentiert, die Technologien nahekommen, die einst in Filmen als Science-Fiction galten. Da sich die haptische Technologie durch die Kombination mit künstlicher Intelligenz (KI) zu einem „KI-haptischen Universum“ weiterentwickelt, wird davon ausgegangen, dass die Kommerzialisierung digitaler Interaktionsprodukte, die Realität und virtuellen Raum überschreiten, in allen Branchen – darunter Gesundheitswesen, Architektur und Gaming – unmittelbar bevorsteht.

Die bemerkenswerteste KI-Haptik-Technologie auf der diesjährigen CES ist das tragbare 3D-GerätMinVerse, das vom kanadischen Start-up Haply entwickelt wurde. Dieses Produkt nutzt eine KI-Haptik-Engine, um entsprechende taktile Signale zu liefern, wenn der Nutzer ein virtuelles Objekt greift oder drückt, sodass er ein Gefühl erhält, als würde er ein reales Objekt handhaben. MinVerse den CES Best Innovation Award dafür, dass es die Grenzen zwischen digitaler und physischer Welt aufhebt und ein noch intensiveres Erlebnis bietet.

Der KI-basierte Haptik-Bus analysiert die Lerngeschwindigkeit und das Verständnis des Nutzers, während die Haptik durch physische Berührung eine praxisnahe Lernerfahrung vermittelt. Diese Technologie ist besonders vorteilhaft, da sie sich auf eine Vielzahl von Bereichen anwenden lässt, darunter Medizin, Design, Bildung und Spiele. Im medizinischen Bereich können Ärzte beispielsweise anhand virtueller Simulationen im Voraus die Durchführung von Operationen üben. Dies ist möglich, weil die KI anatomische Daten in Echtzeit analysiert und das taktile Gefühl beim Berühren chirurgischer Instrumente durch Haptik reproduzieren kann. In Kombination mit einem „digitalen Zwilling“ kann sie zudem Industrieroboter steuern. Wenn diese Technologie zudem mit Hologrammen kombiniert wird, ist zu erwarten, dass in naher Zukunft eine räumliche, intuitive Manipulation wie in „Minority Report“ umgesetzt werden kann.


Dieser Artikel wurde aus Gründen der Aktualität gekürzt.

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